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Hinter­grund

Projekt Nachhaltig­keit

QUALITÄTSSIEGEL

Unter dem Titel "Projekt Nachhaltigkeit" (zuvor „Werkstatt N“) hat der Rat für Nachhaltige Entwicklung in den letzten Jahren Initiativen und Projekte ausgezeichnet, die sich für eine nachhaltige Entwicklung in der gesamten Breite der Gesellschaft einsetzen. Damit hat er ein Qualitätssiegel etabliert, das Projekte und Initiativen für eine nachhaltige Entwicklung in seiner Vielfalt öffentlich sichtbar macht und auszeichnet.  Die Preisträger aus dem Jahr 2017 finden Sie hier.

 

JÄHRLICHE SCHWERPUNKTTHEMEN

Neu sind die jährlichen Schwerpunktthemen des Preises. Sie greifen zentrale gesellschaftliche Herausforderungen auf, die auch in der inhaltlichen Arbeit der RENN aktuell eine besondere Rolle spielen. Mit dem Qualitätssiegel "Projekt Nachhaltigkeit" sollen deshalb in jedem Jahr Projekte ausgezeichnet werden, die innovative Lösungsansätze zu diesen Schwerpunktthemen bieten. Weiterhin sind aber auch Bewerbungen möglich, die alle Themenfelder einer nachhaltigen Entwicklung betreffen. 

 

STARK IN DER REGION

Künftig wird der "Projekt Nachhaltigkeit" Wettbewerb durch die vier RENN in Kooperation mit dem RNE durchgeführt und damit stärker in die Regionen getragen. Denn als bundesweites Netzwerk von 20 Nachhaltigkeitsakteuren fördert RENN die lokale und länderübergreifende Vernetzung diverser Akteure zu Fragen einer nachhaltigen Entwicklung. Zu den jährlichen Themenschwerpunkten möchten die vier RENN nach der Auszeichnung in einen vertieften Austausch mit den Preisträgern gehen. Ziel ist es, die Themen in den Regionen stärker bekannt zu machen, zu verankern und über Vernetzung und weitere Angebote zu stärken. 

 

DER MEHRWERT DES QUALITÄTSSIEGELS

Die Auszeichnung "Projekt Nachhaltigkeit" ist ein etabliertes Qualitätssiegel, welches bundesweite Bekanntheit erlangt hat. Es steht für innovatives und wirksames Engagement für eine nachhaltige Entwicklung. Es ermöglicht den Zugang zu einem attraktiven, regionalen und bundesweiten Netzwerk, verstärkte öffentliche Aufmerksamkeit sowie die Chance, den öffentlichen Diskurs zu prägen und Unterstützer zu gewinnen. So erhalten die Preisträger beispielsweise eine exklusive Einladung zu den bundesweiten RENN.tagen.  Darüber hinaus winkt den Preisträgern ein Preisgeld von insgesamt 40.000 €. Alle ausgezeichneten Projekte werden mit 1.000 € bedacht. Die Preisträger können das Signet "Projekt Nachhaltigkeit" nutzen, um ihren Erfolg zu kommunizieren. Vier Projekte (ein Projekt pro RENN), die besonders viel bewegen und einen transformativen Charakter aufweisen, werden außerdem als Transformationsprojekt auf Bundesebene ausgezeichnet.

Schwerpunkt­themen 2018

 

 

RENN

Wir sind die vier RENN (Regionale Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien) – RENN.nord, RENN.mitte, RENN.süd und RENN.west –, eine regional organisierte Informations- und Aktions-Plattform für nachhaltige Entwicklung. Zentrale Bezugspunkte unseres Engagements sind die 2015 von der Staatengemeinschaft verabschiedete Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen (Sustainable Development Goals, kurz SDGs) sowie die Nachhaltigkeitsstrategien auf Bundes- und Landesebene. Seit Ende 2016 arbeiten wir daran, dass Nachhaltigkeitsaktivitäten besser miteinander vernetzt und ausgebaut werden.

In diesem Jahr wird der Preis "Projekt Nachhaltigkeit" (zuvor "Werkstatt N") erstmalig von uns verliehen. Der  Initiator des Preises, RNE (Rat für Nachhaltige Entwicklung), wird Kooperationspartner, wirkt weiter in der Jury mit und wird die Auszeichnung mit seiner Expertise unterstützen.

 

Abbildung rechts: Die vier RENN mit der zentralen Leitstelle in Berlin.

RNE

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) wurde im April 2001 von der Bundesregierung berufen.
Ihm gehören 15 Personen des öffentlichen Lebens an.

Die Aufgaben des Rates sind:

-    die Entwicklung von Beiträgen für die Umsetzung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie,

-    die Benennung von konkreten Handlungsfeldern und Projekten

-    sowie Nachhaltigkeit zu einem wichtigen öffentlichen Anliegen zu machen.

So hat der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) zum Beispiel die Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit (DAN) anlässlich der Weltkonferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung (Rio+20) im Jahr 2012 ins Leben gerufen. Die Deutschen Aktionstage (DAN) appellieren an alle Privatpersonen und gesellschaftlichen Akteure, sich mit Veranstaltungen und Projektideen zu den 17 globalen Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals, kurz: SDGs) zu beteiligen und so die Umsetzung der universellen und transformativen Ziele der Agenda 2030 in unserer Gesellschaft voranzubringen. 

Mehr Informationen über den Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) finden Sie auf der Website www.nachhaltigkeitsrat.de.

Nachhaltigkeits­ziele

Staats- und Regierungschefs aus aller Welt haben im September 2015 die Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung unterzeichnet. Kernstück der Agenda sind die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, kurz SDGs).

Bis 2030 sollen Hunger und extreme Armut in all ihren Formen endgültig beseitigt, Geschlechtergerechtigkeit hergestellt und sauberes Wasser für alle Menschen rund um den Globus zugänglich sein. Andere Ziele setzen beispielsweise auf die Reduktion des CO₂-Ausstoßes oder die Verringerung von Lebensmittelverlusten und machen dadurch konkret, was es heißt, Konsummuster zu ändern. Daneben stellen die SDGs auf globale Gemeinschaftsgüter, wie etwa den Schutz der Ozeane, ab. Ausdrücklich fordert die Agenda 2030 die Staatengemeinschaft dazu auf, die Schwächsten und Verwundbarsten in den Mittelpunkt zu stellen und niemanden zurückzulassen („leave no one behind“).

Die Bundesregierung hat ausdrücklich beschlossen, die Ziele national zu adaptieren und umzusetzen. Den Umsetzungsprozess kann eine Regierung jedoch nicht allein bewältigen: Auch Akteure der Zivilgesellschaft, der Wirtschaft und Wissenschaft sind aufgerufen, sich zu beteiligen. Denn Nachhaltigkeit kann nur als Gemeinschaftswerk gelingen.  

Als regional organisierte Informations- und Aktions-Plattform für nachhaltige Entwicklung unterstützen die RENN mit ihrer Arbeit diesen Prozess. Auch der Wettbewerb soll dazu einen Beitrag leisten, indem innovative Beispiele für eine nachhaltige Entwicklung stärkere Sichtbarkeit erlangen, andere durch die Ideen zur Nachahmung angeregt werden und ihre Vernetzung gestärkt wird.