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Schwer­punkt­themen 2020

Klimapositives Wirtschaften

Ein effizienter Einsatz von Ressourcen schont nicht nur die Umwelt, sondern spart auch Geld. Ambitionierte Unternehmen gehen jedoch einen Schritt weiter: Sie übernehmen Verantwortung für eine nachhaltige Gesellschaft ohne profitorientierte Verwertungslogik. Gesucht werden Unternehmen, deren Ziele über Klimaneutralität hinausgehen. Wie kann die Wirtschaft messbar positive Effekte für die Umwelt erzeugen, anstatt lediglich Schäden zu begrenzen? Sei es ein Zusatzprogramm zum Artenschutz oder zur Aufforstung der Wälder – es gibt viele Möglichkeiten, die über eine CO2-Reduktion hinausgehen. Welche Unternehmen wirtschaften bereits jetzt im Sinne der Kreislaufwirtschaft?

Nachhaltige Arbeitswelten

Die globalen Nachhaltigkeitsziele erfordern einen grundlegenden transformativen Wandel unserer Arbeitswelt. Dazu gehört nicht nur die klassische Wirtschaft, sondern auch die Arbeit in Familie und Gesellschaft. Gesucht sind Beispiele von und mit Unternehmen, Kammern, Gewerkschaften, Hochschulen, Verbänden, die zeigen, wie die Arbeitswelt der Zukunft nachhaltiger gestaltet werden kann. Es beginnt mit der grundlegenden Frage nach dem Sinn der Arbeit. Wie nachhaltig ist die Ausrichtung der Tätigkeiten (gemeinwohlorientierte Wertschöpfung, „Nutzen statt besitzen“, reale Bedarfe befriedigen, statt künstliche Bedürfnisse zu wecken)? Wie verantwortungsvoll sind die Arbeitsprozesse (echte Schließung von Stoffkreisläufen, die Dematerialisierung der Wertschöpfung, selbstbestimmte, menschenwürdige Tätigkeiten) und die dahinterstehenden Finanzströme (nachhaltige Finanzwirtschaft, regionale Wertschöpfungsketten)? Wie organisieren wir die Arbeit in Familie und Gesellschaft und welche Anerkennung erhält sie? Gesucht werden kleine Beispiele aus der Praxis vor Ort ebenso wie Prozesse, die über globale Lieferketten weitreichende Auswirkungen haben.

Kreative Kooperationen

Nachhaltige Entwicklung ist auf die Mobilisierung aller gesellschaftlichen Kräfte in Europa angewiesen. Nur wenn wir neue Kooperationen wagen und ungewöhnliche Allianzen eingehen, verlassen wir unsere Komfortzonen, erreichen neue Ziele, mobilisieren zusätzliche Kräfte und Ressourcen. Zur Umsetzung der SDGs sind neuartige Lösungswege gefragt, die z.B. den örtlichen Fußballverein mit dem Umweltverband oder den Energieversorger mit der Kirche zusammenbringen. Daher suchen wir besondere Kooperationsprojekte (möglicherweise mit europäischem Fokus) für eine nachhaltige Entwicklung. Projekte, die es so noch nicht gegeben hat – Partnerschaften völlig verschiedener Akteure und Initiativen, die Menschen auch über die Grenzen hinweg vereinigen. Menschen, die vorher nie gedacht hätten, dass sie gemeinsame Ziele haben und sich zusammen auf die Reise dorthin begeben.

*Bitte beachten Sie, dass pro Kooperationsprojekt nur eine Bewerbung eingeht und mind. ein Projektpartner in Deutschland ansässig ist.

Nachhaltiger Konsum im Blick

Unser privates Konsumverhalten und eine Änderung dieses Verhaltens ist mitentscheidend für den Wandel zu einer Lebensweise, die die natürlichen Grenzen unseres Planeten respektiert. Wie gewinnt man Menschen für eine nachhaltige Lebensweise? Wie können trotz der Herausforderungen im Alltag Verhaltensänderungen für nachhaltigen Konsum am besten erreicht werden? Welche Kommunikationsansätze versprechen Erfolg? Wir suchen dazu gute Beispiele besonders von zivilgesellschaftlichen Initiativen, aber auch Kommunen und anderen Akteuren.