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Schwer­punkt­themen 2021

Energiewende und Klimaschutz

Der Klimawandel ist die zentrale Herausforderung unseres Jahrhunderts. Unser Ziel ist es, den Temperaturanstieg, wie auf der Weltklimakonferenz 2015 in Paris beschlossen, auf maximal 1,5 Grad zu begrenzen und unseren CO2-Ausstoß bis 2050 zu neutralisieren. Hierzu sind zahlreiche Maßnahmennotwendig. So sind Effizienzsteigerungen, die Senkung des Energieverbrauchs und der Ausbau der Erneuerbaren Energien wichtige Eckpfeiler der Energiewende. Um die verbindlichen Klimaziele erreichen zu können, benötigen wir neben klaren gesetzlichen Festlegungen auch zahlreiche Initiativen, mutmachende Beispiele und die Unterstützung der gesamten Gesellschaft. Daher suchen wir Kampagnen, Projekte und Initiativen, die die Dekade der Umsetzung mit ihren Beispielen mit Leben füllen und mit innovativen Ansätzen zum Gelingen dieses Transformationsprozesses beitragen.

Kreislaufwirtschaft

Nachhaltiges Konsumieren und Wirtschaften beinhaltet eine verantwortungsbewusste Ressourcennutzung, die Vermeidung von Abfällen und effizientes Recycling. So kann ein möglichst geschlossener Kreislauf geschaffen werden. Neben der schonenden und effizienten Bewirtschaftung von Ressourcen bildet das Schließen der Stoffkreisläufe am Ende ihrer Nutzung das zweite Standbein einer zirkulären Wirtschaft. Als Abfall werden nicht mehr benötigte Produkte und Materialien einem Recycling oder einer sonstigen Verwertung zugeführt sowie Schad- und Störstoffe abgetrennt und beseitigt. Für die Umsetzung einer nachhaltigen Beschaffung sind nicht nur Kommunen, Unternehmen und zivilgesellschaftliche Initiativen verantwortlich, sondern auch jede*r Einzelne im Rahmen der alltäglichen Konsumentscheidungen. Wir suchen Initiativen und Projekte, die einen überzeugenden Beitrag für die Transformation der Wirtschaft und Gesellschaft hin zu einer an nachhaltigen, biobasierten und an natürlichen Kreisläufen orientierten Wirtschaft leisten. 

Soziale Gerechtigkeit/Menschliches Wohlbefinden und Fähigkeiten

Soziale Gerechtigkeit ist für viele Menschen noch immer nicht erfüllt - sie werden von gesellschaftlichen Aktivitäten ausgegrenzt und empfinden ihre Lebenssituation auch entsprechend als ungerecht. Gemäß dem Leitmotiv der Agenda 2030 „Niemanden zurücklassen“ müssen wir uns für eine nachhaltige gesellschaftliche Transformation, Generationengerechtigkeit und Chancengleichheit einsetzen. Integration und Inklusion gehören gelebt und zugleich lokale und globale Umweltgerechtigkeit gefördert. Wir suchen Initiativen und Projekte, die sich diesen Herausforderungen stellen und beispielhaft gegen Ungleichheit in unserer Gesellschaft antreten. Sie stärken die individuelle Teilhabe und Selbstwirksamkeit von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung - sei es beispielweise im Gesundheits- und Kulturbereich, in Organisationen, in der Wissenschaft oder in Unternehmen. Diese Initiativen und Projekte steigern so die Fähigkeiten, Perspektivwechsel vornehmen zu können und tragen zum menschlichen Wohlbefinden für uns alle bei. 

Nachhaltiges Bauen und Verkehrswende

Solidarische Wohnprojekte, autofreie Innenstädte oder elektrische Lastenräder – Konzepte zur nachhaltigen Gestaltung von urbanen Lebensräumen gibt es viele. Doch Herausforderungen wie knapper Wohnraum und eine ausbleibende Verkehrswende überschatten viele zukunftsfähige Ansätze. Wie können Wohn- und Mobilitätskonzepte so gestaltet werden, dass sie zu einer langfristigen Trendwende führen? Wir suchen Initiativen und Projekte, die in ihren Ideen alle Facetten der Nachhaltigkeit mitdenken. Dazu zählen nicht nur ökologische Kriterien wie die Auswahl von umweltfreundlichen Rohstoffen im Bausektor oder die Steigerung der Energieeffizienz im Bereich der Mobilität. Auch Schlagworte wie Suffizienz, Inklusion und soziale Gerechtigkeit spielen eine Rolle. Wir sind überzeugt, dass nur ganzheitliche Konzepte das Potenzial haben, eine nachhaltige Bau- und Verkehrswende einzuleiten.