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Projekt: Umweltbildung: ganz einfach interkulturell

Kontakt

Plochinger Str. 6
73730 Esslingen

Ansprechpartner: Carina Aydin

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Kurzbeschreibung

Umweltbildung: ganz einfach interkulturell (ub:ikul) erprobt gemeinsam mit den Zielgruppen erarbeitete Casual Learning (CL) Maßnahmen als ein niederschwelliges Angebot der informellen Umweltbildung, um mehr Menschen mit Migrationsbezug in lokalen Umweltfragen zu erreichen.

Die Einbindung von Migrant*innen in die Umweltarbeit ist für die gleichberechtigte Teilhabe an zukunftsfähigen Gestaltungsprozessen wichtig. Umweltvereine versuchen zunehmend Migrant*innen anzusprechen. Es fehlt aber ein Kommunikationsformat, das niederschwellig, und finanziell und personell wenig aufwendig ist. Casual-Learning-Maßnahmen (CLM) bringen als freiwilliges und selbstgeleitetes Bildungsangebot konkrete Handlungsoptionen in den Alltag der Zielgruppen. In ub:ikul erproben wir, wie CLM die Hürde der Ansprache für Umweltbildner*innen und die Hürde der Informationsakquise für Migrant*innen überwinden kann. Dazu entstehen in partizipativen Prozessen sechs CLM in drei Partnerregionen.

Was wir machen

Wir erarbeiteten Wasserkaraffen zu Trinkwasser und Plastikmüll, die Umweltmentor*innen in 300 Haushalten verteilen, eine Schaufenstergestaltung in einem arabischen Supermarkt zum Thema Landschaftsschutz durch Beweidung, Sitzsäcke, die Mädchen in einem Jugendzentrum Mut machen, selbst aktiv für die Umwelt zu werden, Schreibblöcke für Deutschkurs-TN, zu den Besonderheiten des Biosphärengebiets Schwäbische Alb, Spiegelaufkleber im Waschraum einer Moschee, zu den Themenfeldern Genügsamkeit und Verschwendung, rot-weiße Bändchen die in vielen Ländern des Balkans am 1. März an Karten geheftet verschenkt werden; die Karten tragen Informationen zu einem innerstädtischen Naturschutzgebiet

Unsere Ziele

1. Durch die Zusammenarbeit von Migrant*innen und Umweltakteur*innen entstehen in den Praxisregionen neue Kooperationen, Themenfelder für eine Zusammenarbeit werden erarbeitet.
2. Gleichzeitig entstehen Druckdateien oder Leihmaterialien, die von anderen Akteur*innen auch ohne Vorbereitungszeit kopiert und angewandt werden können, um Bildung in den Alltag der Adressierten zu integrieren.

Blick in die Zukunft

Durch die Einbindung von Migrant*innen bei der Konzipierung informeller Bildungsmaterialien möchten wir eine weitere strukturelle Einbindung von Migrant*innen in die Umweltarbeit erreichen und die Reichweite informeller Bildungsarbeit vergrößern. Wir möchten eine Plattform schaffen, auf der erarbeitete CLM in editierbaren Formaten zum Nachdrucken, Nachmachen oder zum Verleih angeboten werden.

SDGs

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