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Projekt: Umwelt- und Ressourcenschutz im Leitungsbau: Substitution von Natursand durch die Aufbereitung von Bodenaushub zu einem qualitätsgeprüften Recyclingbaustoff

Kontakt

Friedrich-Ebert-Straße 59
59425 Unna

Ansprechpartner: Andreas Hellmich

Homepage

Kurzbeschreibung

Im Leitungsbau (Gas, Wasser, Strom) fallen große Mengen Aushubmaterial an, das bisher entsorgt werden musste. Für dieses Material wurde ein Aufbereitungsverfahren entwickelt, welches es techn. und wirtschaftl. wieder einsatzfähig für die Neuverlegung von Rohren/Kabeln macht.

Bisher wird Aushubmaterial aus dem Leitungsbau entsorgt. Für die Neuverlegung von Rohren/Kabeln wurde wieder ausschl. Natursand verwendet. Beides vergeudet natürliche Ressourcen und erzeugt erhebliche Umweltbelastungen.
Die Aufbereitung von Aushubmaterial aus dem Rohr-/Kabelleitungsbau für den selben Einsatzzweck ist jedoch wegen der hohen Anforderungen an das Füllmaterial bisher gescheitert.
Es ging im Kern darum, eine Aufbereitungstechnik zu entwickeln und eine Anlage zu bauen, die das Aushubmaterial sowohl unter techn. als auch wirtschaftl. Aspekten wieder einsetzbar und marktfähig macht. Durch eine umfangreiche Qualitätssicherung und Marketingmaßnahmen soll die Markteinführung gelingen.

Was wir machen

Aushubmaterial aus dem Leitungsbau (Gas-, Wasser-, Stromnetze) wird in einem mehrstufigen, selbst entwickelten Verfahren so aufbereitet, dass es unter technischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten wieder für die Neuverlegung von Rohren und Kabeln geeignet ist. Der so produzierte Recyclingbaustoff "GWM-Sand" weist die gleichen bodenphysikalischen und bodenchemischen Eigenschaften auf wie Natursand. Eine umfangreiche Qualitätssicherung inkl. Einbindung externer Ingenieurbüros garantiert eine gleichbleibend hohe Qualität.
Der Einsatz des Recyclingbaustoffes ersetzt Natursand und trägt dadurch in mehrfacher Hinsicht zur Umwelt- und Ressourcenschonung bei.

Unsere Ziele

- Begrenzte Ressource "Natursand" schonen
- Beim Abbau von Natursand entstehende Umweltbelastungen vermeiden
- Verringerung von Transportwegen (Klimaschutz!)
- Bodenaushub als eigene Ressource wahrnehmen, Material wieder nutzen (davon 90 % wieder im Leitungsbau).
- Wertvollen Deponieraum schonen; Entsorgungssicherheit für Bauunternehmen fördern; Preissteigerungen bei Entsorgung entgegenwirken

Blick in die Zukunft

In 5 Jahren sollen die weitgehend „traditionsbasierten“ Vorbehalte gegenüber diesem Ersatzbaustoff bei den ausschreibenden Behörden/Stadtwerken und den Bauunternehmen vollständig abgebaut sein. In den Ausschreibungen sollte stehen, dass Recyclingsande bei gleichen bodenphysikalischen und bodenchemischen Eigenschaften sowie vergleichbarer Wirtschaftlichkeit gegenüber Natursand zu bevorzugen sind.

SDGs

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