In jedem Jahr zeichnet das Projekt Nachhaltigkeit vier Transformationsprojekte aus, die besonders großes Potenzial besitzen, um die Gesellschaft zu verändern. Sie sind langfristig angelegt, auf andere Regionen übertragbar, verfolgen einen neuen Ansatz und fördern neues Denken.
2020 wurden als Transformationsprojekt ausgezeichnet:
Das Projekt Plastikfreie Stadt Rostock sagt dem Einweg-Plastik den Kampf an. Die Unternehmerinitiative macht den Verbrauch von Einweg-Plastik entlang der Wertschöpfungskette messbar und lässt ihn so sichtbar werden. Auf der Website des Projektes finden interessierte Unternehmer*innen Informationen, wie sie den Umfang des eigenen Plastikverbrauchs einschätzen und in der Folge vermeiden können. Anhand eines Leitfadens und einer App wird danach jedes Unternehmen selbst aktiv. Teilnehmende Firmen vernetzen sich außerdem innerhalb der Stadt und können sich bei der Plastikvermeidung gegenseitig unterstützen. Die erfolgreiche Teilnahme würdigt die Initiative am Ende durch ein Siegel, das Stadtbewohnern vermittelt, welche Unternehmen aktiv versuchen, Plastik zu vermeiden.
QLab von BAUFACHFRAU BERLIN e.V. informiert erwerbslose Frauen über Berufsperspektiven im Bereich Nachhaltigkeit und Klimaschutz und zeigt Teilnehmenden neue Formen der Arbeitsweltgestaltung auf. Über einen Zeitraum von drei Jahren nehmen Teilnehmerinnen an insgesamt 15 Qualifizierungslabs teil, in denen praxisorientiert ein Einblick in Berufe aus drei verschiedenen Themenfeldern der Nachhaltigkeit vermittelt wird. Nach dem Prinzip des Work-based Learning erhalten sie direkte Einblicke in den Berufsalltag und nehmen an Exkursionen zu Best-Practice-Unternehmen teil.
Das inSPEYERed Forum ist eine monatliche Veranstaltungsreihe zur Nachhaltigkeits- und Demokratieförderung. Das Forum gibt verschiedenen lokalen Akteuren Raum, ihre Projekte vorzustellen. Im darauf folgenden Kooperationsteil werden die Ansätze vertieft und neue Kollaborationen und Projekte ins Leben gerufen. Initiiert durch das Forum bilden sich Kleingruppen aus Menschen, die gemeinsame Interessen verfolgen, und diese dezentral umsetzen. In monatlichen Treffen im Forum schaffen die Kleinprojekte außerdem mehr Öffentlichkeit für ihre Anliegen und mobilisieren neue Mitstreiter..
Das Projekt „FSC im Kongo“ vom FSC Deutschland macht auf die positiven Auswirkungen von nachhaltigem Konsum aufmerksam. Im Zentrum der Kommunikation steht das Dorf Pokola in dem das FSC-zertifizierte Unternehmen „Congolaise Industrielle des bois“ (CIB) tätig ist. Die FSC-Zertifizierung schützt die biologische Vielfalt, schont die Böden und sichert den Menschen eine faire Entlohnung und sichere Arbeitsbedingungen. Informationen der lokalen Partner und FSC Stellen werden aufbereitet und für die Öffentlichkeit im deutschsprachigen Raum bereitgestellt. Anhand Pokolas und seinen Bewohnern zeigt FSC, welche Konsequenzen der Konsum in Deutschland in den Ursprungsländern unserer Produkte hat.
Die Transformationsprojekte aus den Jahren 2018 und 2019 finden Sie hier.